Vom Lufthauch zum Ton

Stimmprobleme sicher bekämpfen

(djd/pt). Nahezu unglaublich, aber wahr - rund 50 Muskeln sind an der Tonproduktion der menschlichen Stimme beteiligt. Die Art der Tonbildung im Kehlkopf ist ganz ähnlich wie bei den Blechblasinstrumenten, wobei die Lippen des Bläsers den Stimmbändern entsprechen. Beim Sprechen etwa treten die Stimmlippen zusammen und verschließen die Stimmritze fast vollständig. Strömt dann beim Ausatmen Luft durch diesen Spalt, bringt diese die Stimmlippen in feine Schwingung und es entstehen Töne. Erst die Modulation dieses Tons in Mund, Nase und Brustkorb führt zum individuellen Klang und der eigentlichen Stimmgebung. Auch die Körperanspannung und der Gefühlszustand können die Stimme beeinflussen.

Heiserkeit nicht unbehandelt lassen

Durch zu druckvolles Sprechen oder Singen oder minimale Veränderungen der Stimmbandoberfläche, etwa durch eine Erkältung oder chronische Entzündungen, wie das bei Rauchern der Fall ist, kann Heiserkeit entstehen. Bei langanhaltender Heiserkeit sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mittels einer Kehlkopfspiegelung ernsthafte Ursachen für die Stimmveränderung ausschließen. Bei einer vorübergehenden Heiserkeit und Stimmproblemen hat sich der Einsatz von Hyaluronsäure bewährt. Professor Dr. Hans Behrbohm, Chefarzt der Park-Klinik in Berlin, erklärt den Wirkmechanismus: "Während Sole- oder Salzlösungen die Schleimhaut nur vorübergehend befeuchten, sorgen GeloRevoice-Halstabletten mit Hyaluronsäure für eine langanhaltende Befeuchtung der Rachenschleimhaut."

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Das schadet der Stimme

Ansonsten gilt bei Heiserkeit: Keinesfalls räuspern! Hierbei wird Luft durch die Stimmbänder geblasen, sie knallen hart aufeinander und können dabei geschädigt werden. Idealerweise sollte bei Heiserkeit überhaupt nicht gesprochen und die Stimme für einige Tage geschont werden, damit sie sich erholen kann. Viel trinken kann diesen Vorgang beschleunigen. Allerdings sind Getränke wie Kaffee oder Schwarztee weniger geeignet. Das darin enthaltene Koffein kann den Muskeltonus und die Schleimhäute negativ beeinflussen. Auch scharfe Hustenbonbons können - entgegen der Werbeversprechen - der angeschlagenen Stimme schaden. Die enthaltenen Substanzen können der entzündeten Schleimhaut noch mehr zusetzen.

Quelle: deutsche journalisten dienste (djd),
Gesundheitsthemen